Kooiker vom Holunderkamp


Der Wunsch nach einem eigenen Hund begann sehr früh mit dem Gedanken an meine Gesundheit und Ausdauer. Es ist bekannt, dass ein Hund mehr Bewegung in den Alltag bringt und nicht zu vergessen auch Freude. Doch welche Hunderasse ist die Richtige für einen? Diese Frage ist recht schwer und für jeden individuell zu beantworten. Und für mich war es bei dem Niederländischen Kooikerhondje Liebe auf dem ersten Blick.

 

Mir fiel am Kooikerhondje sofort das wunderschöne Fuchsbraune und seidige Fell auf. Dazu seine äußerst „handliche“ Größe – mit ungefähr 40+/- Centimetern nimmt er auch nicht so viel Platz im Bett weg (auch wenn er dort natürlich niemals hinein darf ;-) ) Einmal auf diese Rasse aufmerksam geworden war ich sehr interessiert daran mehr über sie zu erfahren. Und so begann unsere erstmalige Reise und Kontakt mit Hundeaustellungen und Züchtern, hier bekam ich die Möglichkeit diese äußerst herausstechende Hunderasse einmal „in natura“ begutachten zu dürfen – und meine Begeisterung für diese schönen Tiere wuchs.

 

Das „Nederlandse Kooikerhondje“ ist eine alte und traditionelle Rasse aus den Niederlanden. Im Jahr 1942, während des zweiten Weltkrieges, begann die Baronin van Hardenbroek van Ammerstol diese Rasse nach und nach wieder aufleben zu lassen. Sie gab ein Bild vom Typ des Hundes, den sie suchte, an einen Hausierer und bat ihn nach solchen Hunden Ausschau zu halten. Seit 1971 ist das Kooikerhondje offiziell wieder als Rasse anerkannt. Zu den Aufgaben des Kooikerhondjes gehört primär das locken von Enten mit seiner freudig wedelnden Rute in den Koi; hier ist festzuhalten, dass das Hondje die Enden lockt und nicht jagt.

 

Das Kooikerhondje hat ein temperamentvolles und eigenständiges Wesen. Eine feste Hand bei der Erziehung ist empfohlen, denn obwohl der Hondje so niedlich aussieht ist er doch ein sehr selbstbewusstes „Plüschtier“ mit einem eigenen Kopf.

 

Nun war die Rasse also beschlossen und es begann ein Leben auf der Warteliste. Für eine solch etwas seltenere Hunderasse heißt es Geduld und Ausdauer mitzubringen, denn die Suche nach einem richtigen Züchter in der Nähe und mit einem gerade passenden Wurf ist oft müßig. Doch heute, gut vierheinhalb Jahre später sind meine Familie und ich selbstverständlich sehr glücklich, dass wir diese Zeit und Aufwand investiert haben, denn wir holten uns unseren ersten Kooiker Fidel ins Haus.

 

Wie sich unser Leben seitdem verändert hat? Nun, für eine Familie die gut zwölf Jahre mit Katzen zusammengelebt hat war die Veränderung, dass das neue Baby also nun bellte statt miaute natürlich erstmal groß – wenn auch furchtbar spannend. Nach und nach wurden Leinen, Spielzeug und das richtige „Equipment“ eingekauft, unser neuester Familienzuwachs gewöhnte sich ziemlich schnell an alle zweibeinigen und auch vierbeinigen Familienmitgliedern – und wir natürlich an ihn. Nachdem die Frage nach der richtigen Leine und dem richtigen Geschirr geklärt war ging es schließlich weiter mit dem Futter